Pro Humanity – Pro Humans

Tansania

Ein Projekt von ProManity Germany

Das Pippi House

Das Pippi House ist das einzige Frauenhaus in ganz Tanzania. Die Foundation beherbergt aktuell 56 Mädchen und junge Frauen im Alter von 14-26, die zuvor auf der Straße gelebt haben, als Dienstmädchen verkauft wurden oder Opfer von Menschenhandel und Kinderarbeit geworden sind. Viele von ihnen haben schwere körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren müssen.

Einige der Frauen sind schwanger oder haben bereits Babys, wenn sie im Pippi House ankommen. Diese Kinder, die ansonsten wahrscheinlich in einem Waisenhaus untergebracht werden müssten oder ebenfalls Straßenkinder werden würden, werden selbstverständlich mit aufgenommen und haben einen festen Bezugspunkt, selbst dann, wenn die Mütter sich zeitweise nicht um ihre Kinder kümmern können. Derzeit leben dort 16 Kinder.

Ziel des Pippi House ist es, den Mädchen eine Perspektive zu bieten. Neben einem Schlafplatz, Nahrung und Sicherheit, leistet die Foundation Starthilfe bei der (Wieder-) Eingliederung in ein normales Leben. Grundlage dafür ist eine gute Ausbildung. Allen Bewohnerinnen wird ein Schulbesuch ermöglicht. Die Mädchen bekommen Unterstützung beim Lernen und später, nach dem Schulabschluss, Hilfe bei der Suche nach einem Praktikum, einem Studium oder einer Festanstellung. Mit verschiedenen Projekten innerhalb der Einrichtung wird die Selbstständigkeit und das Selbstbewusstsein der Mädchen gefördert, sie entdecken ihre individuellen Stärken, haben einen geregelten Tagesablauf und arbeiten auf angemessene Art und Weise für ihren Lebensunterhalt. Die Pippi Foundation for Girls ist deshalb genau genommen nicht nur ein Projekt, sondern eine ganze Reihe verschiedener, beziehungsweise aufeinander aufbauender Projekte, so dass die geleistete Hilfe ganzheitlich und langfristig eingesetzt wird.

Es ist hervorzuheben, dass das Pippi House nicht etwa durch eine ausländische Organisation entstanden ist, sondern die Idee eines einzelnen, tansanischen Reverants und seiner Familie, der seinen sicheren Job und sein Haus aufgegeben hat, um mit „Gottes Hilfe“ einen sicheren Ort für benachteiligte Frauen zu schaffen.